Andermatt steigt in den Drei-Sterne-Olymp auf
Die Schweizer Spitzengastronomie erlebt einen neuen Höhepunkt. Zum Beispiel erhält das The Japanese Restaurant im Luxushotel The Chedi Andermatt seinen dritten Michelin-Stern. Der MICHELIN GUIDE SCHWEIZ 2026 würdigt diese Entwicklung. Damit zählt die Schweiz erstmals fünf Restaurants in der höchsten Kategorie. Sieben neue Ein-Sterne-Adressen und beeindruckende Talente unterstreichen die Vielfalt.

Die Schweizer Gourmetlandschaft setzt ihren Erfolgskurs fort. Am 2. November 2026 präsentierte der Guide Michelin in der Andermatt Konzerthalle seine neue Restaurantauswahl. Insgesamt 133 Restaurants dürfen sich mit mindestens einem der begehrten Sterne schmücken. Die Bilanz zeigt fünf Drei-Sterne-Restaurants, 22 Häuser mit zwei Sternen und 106 Restaurants mit einem Stern. Im Mittelpunkt der diesjährigen Verleihung stand jedoch ein ganz besonderer Aufstieg. Der MICHELIN GUIDE SCHWEIZ 2026 würdigt das The Japanese Restaurant im The Chedi Andermatt. Es gehört damit ab sofort zur absoluten Spitze der Schweizer Gastronomie.
Zwei Brüder, eine kulinarische Vision
Hinter diesem Erfolg stehen die Zwillingsbrüder Fabio Toffolon und Dominik Sato. Sie verantworten gemeinsam die Küchenleitung im The Japanese Restaurant. Darüber hinaus verbindet ihre kulinarische Handschrift japanische Einflüsse mit klassischen europäischen Kochtechniken. Hochwertige Produkte prägen die Küche. Handwerkliche Präzision und eine klare Aromatik unterstützen Harmonie und geschmackliche Tiefe. Gleichzeitig verweist MICHELIN GUIDE SCHWEIZ 2026 auf das Wachstum des Standorts. Zudem gewinnt Andermatt selbst als internationale Gourmetdestination weiter an Bedeutung. Die alpine Gemeinde im Kanton Uri verfügt mittlerweile über vier Sternerestaurants. Sie decken sämtliche drei Sternekategorien ab.
Das The Chedi Andermatt, das darüber hinaus mit zwei Michelin Sterne für seine außergewöhnliche Hotellerie ausgezeichnet wurde, vereint damit Spitzenküche und Luxushotellerie auf höchstem Niveau.
Die Elite der Schweizer Spitzenküche
Mit dem Neuzugang in Andermatt wächst die Zahl der Schweizer Drei-Sterne-Restaurants von vier auf fünf. Ihre Spitzenbewertungen erfolgreich verteidigt haben Sven Wassmer mit seinem Team im Memories im Grand Resort Bad Ragaz, Peter Knogl im Cheval Blanc von Peter Knogl in Basel sowie Franck Giovannini im Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier. Auch das legendäre Schloss Schauenstein in Fürstenau, unter der kulinarischen Leitung von Andreas Caminada und Marcel Skibba, bestätigt erneut seine herausragende Stellung. Diese fünf Restaurants stehen für unterschiedliche kulinarische Philosophien, vereint durch höchste Qualitätsansprüche, konsequentes Handwerk und eine unverwechselbare gastronomische Identität.
Sieben neue Sterne – neue Impulse für die Gastronomie
Neben der Auszeichnung in Andermatt sorgten sieben neue Ein-Sterne-Restaurants für Aufmerksamkeit. Besonders bemerkenswert ist der Erfolg von Markus Arnold. Zudem hat er nach seinem Abschied von der Berner Steinhalle mit MYLE ein neues Kapitel aufgeschlagen. Sein Konzept „Cuisine Voyage“ verbindet internationale Geschmackserlebnisse. Es nutzt Techniken der europäischen Spitzenküche.
Der Neustart wurde unmittelbar mit einem Michelin-Stern belohnt. Außerdem wurde Michael Gollenz ausgezeichnet. Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit im kroatischen Gourmetrestaurant Alfred Keller führt er nun die Bärenstube in Gonten. Dort überzeugt er mit moderner, regional und international inspirierter Küche. Die Entwicklungen bleiben aufmerksam beobachtet.
Eine außergewöhnliche Karriere verkörpert Pietro Catalano. Der Küchenchef des CAAA von Pietro Catalano in Luzern ist Autodidakt, gelernter Automechaniker und studierte klassische Trompete. Sein ungewöhnlicher Werdegang zeigt, dass kulinarische Exzellenz nicht zwangsläufig einem klassischen Karriereweg folgen muss. Im Tessin überzeugte Guglielmo Curcio mit seinem Ristorante con enoteca Origini in Morbio Inferiore. Hinzu kommen die Restaurants Schlüssel in Oberwil, ad lib in Zermatt und rémy in Zürich.
Auszeichnungen für die Menschen hinter dem Erlebnis
Die MICHELIN GUIDE SCHWEIZ 2026 würdigte auch Persönlichkeiten, deren Leistungen weit über den eigentlichen Teller hinausreichen. Daraufhin ging der Young Chef Award an Guglielmo Curcio. Seine präzise Küche ist unter anderem durch Fermentation und den Einsatz wild wachsender Kräuter geprägt. Darüber hinaus wurde Nicole Sawyere vom Restaurant ad lib in Zermatt mit dem Service Award ausgezeichnet. Ihre herzliche, persönliche und fachkundige Betreuung der Gäste steht beispielhaft für eine ausgezeichnete Servicekultur.
Den Sommelier Award erhielt Émeline Gigaud vom Restaurant Arakel in Genf. Die erfahrene Sommelière verantwortet dort eine bemerkenswerte Weinkarte mit rund 1.500 Positionen und verbindet fundiertes Fachwissen mit einer angenehm ungezwungenen Gastlichkeit. Als Opening of the Year wurde das Restaurant MYLE in Bern geehrt – ein weiterer Erfolg für Markus Arnold und sein modernes, weltoffenes Gastronomiekonzept.
Qualität muss nicht immer Luxus bedeuten
Auch abseits der Sternegastronomie setzt der Guide Michelin wichtige Akzente. Elf Restaurants wurden neu mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Damit zählt die Schweiz inzwischen 92 Adressen, die für eine besonders überzeugende Kombination aus kulinarischer Qualität und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. Gerade diese Kategorie verdeutlicht, dass anspruchsvolle Gastronomie nicht ausschließlich über luxuriöse Produkte oder aufwendige Degustationsmenüs definiert werden muss. Entscheidend bleiben Produktqualität, sorgfältige Zubereitung und eine eigenständige kulinarische Handschrift.
Eine starke Botschaft für die Schweizer Gastronomie
Die Ergebnisse des Michelin Guide Schweiz 2026 zeigen eine Gastronomielandschaft, die gleichermaßen von etablierten Spitzenköchen, mutigen Neugründungen und bemerkenswerten Nachwuchstalenten geprägt wird. Besonders der Erfolg der beiden Küchenchefs in Andermatt ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Bedeutung eine klare kulinarische Vision, konsequente Qualitätsarbeit und eine funktionierende Teamkultur besitzen. Denn hinter jedem Michelin-Stern stehen nicht nur außergewöhnliche Gerichte, sondern vor allem Menschen, die täglich mit Leidenschaft, Disziplin und handwerklichem Können an ihrer Vorstellung von perfekter Gastlichkeit arbeiten.
MICHELIN GUIDE SCHWEIZ 2026 – DIE ZAHLEN
133 Sternerestaurants insgesamt
- 5 Restaurants mit drei Sternen – davon 1 neu
- 22 Restaurants mit zwei Sternen
- 106 Restaurants mit einem Stern – davon 7 neu
- 92 Restaurants mit Bib Gourmand – davon 11 neu
Neuer Drei-Sterne-Aufsteiger: The Japanese Restaurant, Andermatt
Opening of the Year: MYLE, Bern
Quelle: Guide Michelin Schweiz, offizielle Bekanntgabe vom 2. November 2026. Redaktionelle Bearbeitung: ChefHeads-Magazin.


